Gottesdienst

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Dieser Artikel beschäftigt sich damit, warum und wie man im Ferienlager einen kath. Gottesdienst gestalten kann.

Warum sollen wir im Lager überhaupt eine Messe feiern?

Das ist eine gute Frage! Oft hören wir, dass die Messfeier „langweilig“ ist oder dass sie „schwer zu verstehen“ und nicht mehr up to date sei… Was tun wir also, wenn wir im Lager die Messe feiern? Wir Christen glauben an Jesus Christus, der für uns am Kreuz gestorben und von den Toten auferstanden ist. Auch wenn wir dieses Geschehen nicht begreifen oder erklären können, ist es für uns das zentrale Geheimnis und der Mittelpunkt unseres Glaubens. In der heiligen Messe feiern wir, dass Jesu Tod und Auferstehung für uns und unser Leben einen neuen Sinn gestiftet haben: Unser Leben ist nicht einfach sinnlos und unser Sterben ist nicht einfach das Ende, sondern Gott ruft uns, an ihn zu glauben und uns in allen Situationen auf ihn zu verlassen, weil er uns in seine Liebe und Herrlichkeit führen will. Eigentlich dürfen wir uns also freuen: Was auch immer geschieht, alles steht unter Gottes Schutz! Die heilige Messe ist deshalb der absolute Höhepunkt aller Gottesdienste und Gebetszeiten.

Aber dann müsste es doch was mit unserem ganz normalen Leben zu tun haben?

Genau! Für alle ist es ein Erlebnis, wenn das, was wir in der Woche erlebt haben, in der Messe angesprochen wird und wir spüren: Gott nimmt das alles an! Er hat es uns erleben lassen und bleibt bei uns… Dann ist das Lagerleben das Thema und die Messe wie ein Spiegel, in dem wir das Geschehene noch einmal betrachten.

Muss man dazu immer so viele Bibeltexte nehmen?

Nein! Es reicht bei Messen mit Kindern auch, wenn man sich einen einzelnen Text, also eine bestimmte Erzählung genauer „vornimmt“. Das ist oft sogar viel interessanter, weil man mehr Details entdeckt. Dann kann man ihn sogar mit verteilten Rollen lesen oder sogar als Theaterszene spielen und mit verschiedenen Liedern begleiten oder unterbrechen. Das ist für alle, die zuschauen und zuhören abwechslungsreich und spannend.

Und wann sollen wir die Messe feiern?

Am besten am Sonntag. Denn an einem Sonntag ist Jesus von den Toten auferstanden. Das ist für uns wie ein neuer Anfang. Der Sonntag ist deshalb für uns der erste Tag der Woche und der Tag, an dem wir in der heiligen Messe diese Auferstehung feiern. Man kann aber auch am Abend vorher „in den Sonntag hinein feiern“…

Vorbereitung

Zur Feier der hl. Messe gehören eine äußere und eine innere Vorbereitung:

Die äußere Vorbereitung beginnt beim Aufräumen des Zeltplatzes, dem Aufbau eines Altares und der Sitzplätze für die Teilnehmer, dem Bereitstellen der Gaben: Brot in einer Schale, Wasser und Wein in Kännchen, ein Kelch und ein Handtuch mit einer Schale für die Händewaschung. Auch die Teilnehmer bereiten sich durch das Anziehen sauberer Kleidung und das Waschen der Hände auf die Mitfeier vor.

Die innere Vorbereitung beginnt beim Überlegen eines Themas. Ein Thema, das mit dem Lager zu tun hat, hilft den Teilnehmern, den Glauben und das (Er-)Leben zusammenzubringen. Danach richten sich dann auch die Lieder und die Fürbitten. Die Verteilung verschiedener Aufgaben wie das Bauen des Altares und das Aufstellen der Stühle, der Messdiener-Dienst, das Musizieren und Vorsingen, das Vorlesen, das Vorbeten (Fürbitten) und das Vorspielen von einzelnen Theater- oder Bibelszenen bezieht möglichst viele Teilnehmer ein: Es wird „ihre Messe“.

Vor Beginn der Messfeier sollten alle zur Ruhe kommen und einige Minuten Stille sein. Eventuelle Störungen sollten von nun an vermieden werden.

Siehe auch

Gestaltungshilfe Gottesdienst

Persönliche Werkzeuge