Lagersprecher
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Die Teilnehmer wählen aus ihren Reihen den oder die Lagersprecher.
Vom Grundsatz her sind Lagersprecher so etwas wie Klassensprecher - also erste Ansprechpartner, wenn die Leiter etwas von den Teilnehmern wollen und umgekehrt.
Da aber in den allermeisten Fällen Kinder sofort zu irgendeinem Betreuer gehen und nicht erst zu den Lagersprechern, ist es häufig ein ehrenvolles aber nutzloses Amt. Deswegen haben wir über einige Jahre auch keine Lagersprecher mehr wählen lassen
Anders sieht das natürlich aus, wenn man konkrete Aufgaben für die Lagersprecher vorsieht. Beispiele:
- Die Lagersprecher könnten für die Einteilung der Dienste zuständig sein (Tischdienst, Toilettendienst, etc.). Es kann allerdings auch eine sehr undankbare Aufgabe sein, diese Einteilung vornehmen zu müssen, wenn die anderen Kinder die "Autorität" der Lagersprecher nicht anerkennen.
- Die Lagersprecher könnten die Aufgabe erhalten, etwas zum allgemeinen Programm beizutragen, z. B. durch die Organisation eines Stationsspiels. Natürlich müssten Betreuer hilfreich zur Seite stehen (und wenn es nur um die Besorgung von benötigtem Material geht).
- Die Lagersprecher könnten auch an den Leiterrunden beteiligt werden (zumindest, wenn es ums weitere Programm geht). So könnten sie die Meinungen und Wünsche der Teilnehmer mit in die Planungen einbringen.
- Die Lagersprecher könnten auch für die Erledigung der jeweiligen Tagesaufgabe sorgen. Hier sollen sie nicht alles selbst machen, sondern vielmehr die Erledigung anstoßen und auf alle verteilen.
Es gibt wohl noch viele Möglichkeiten, was Lagersprecher machen können. Wichtig ist, den oder die Lagersprecher nicht zu überfordern, denn es handelt sich doch wohl immer um Kinder (wenn auch wahrscheinlich um die älteren). Auch sollten sie keinesfalls von den Betreuern im Stich gelassen werden sondern genau im Gegenteil bei ihrer Arbeit unterstützt werden. So kann es auch sein, dass man bei den Lagersprechern bereits zukünftige Leiter-Talente entdecken kann.
Die Einrichtung des Amtes "Lagersprecher" bietet eine Möglichkeit, die Interessen der Teilnehmer im Blick zu behalten und gleichzeitig demokratische Elemente ins Ferienlager zu integrieren.
