Planspiel JOB

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"Jugend ohne Beruf" ist ein Planspiel für 14-35 Mitspieler zum Problem, wenn Schulabgänger keinen Ausbildungsplatz bekommen.

Es wurde von Jutta Wissing und Peter Witte für die Diözesankonferenz der Kolpingjugend im Bistum Münster am 4./5. März 2006 auf der Jugendburg Gemen entwickelt.

Situationsbeschreibung

Coesfeld, 1. Juli 2006 – die ganze Stadt ist nach einem Artikel in der Lokalzeitung Coesfeld Courier in Aufruhr: Die Kolpingjugend hatte nämlich herausgefunden, dass von den rund 400 Schulabgängern noch immer 100 weder einen Ausbildungsplatz noch eine Zusage an einer berufsbildenden Schule haben. Die Zeit drängt, denn am 1. August beginnt auch in der 30.000-Einwohner-Stadt das neue Ausbildungsjahr, aber bisher schieben sich die beteiligten Gruppen lediglich gegenseitig die Schuld in die Schuhe:


Da sind die Arbeitgeber, die versichern, dass sie schon jetzt „über Bedarf“ ausbilden. Außerdem seien viele Jugendliche gar nicht ausbildungsfähig – ein Vorwurf, der sich an die Schulen wendet. Diese aber sehen die Schuld in der Politik des Bürgermeisters, der zuwenig Geld für die Schulen zur Verfügung stelle. Dabei hatte der Bürgermeister im Wahlkampf versprochen, die Arbeitslosenzahlen in der Stadt zu senken, was die Gewerkschaften auch regelmäßig anmahnen. Tja, und dann gibt es da noch die Sozialarbeiter vom Jugendzentrum, die auf die sozialen Folgen hinweisen, wenn 100 Jugendliche auf der Straße stehen sollten, und die Kolpingjugend, die in ihrem Projekt „Jugend und Beruf“ überhaupt erst auf das Dilemma aufmerksam wurde. Gespannt sein darf man auch darauf, ob es der Lokalzeitung gelingt, neutraler Berichterstatter zu bleiben.


Das Planspiel endet um xxx Uhr mit einer Pressekonferenz, die von der Planspielleitung moderiert wird. Aus jeder Gruppe bekommt ein Mitspieler die Gelegenheit, 1 Minute lang eine Erklärung abzugeben.

Dateien

Planspiel-JOB.pdf

Literatur

Gregor von Fürstenberg: Planspiele. Für Jugendgruppen, Schule und politische Basisgruppen. Mainz 1993.
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